Alltag
Aufschlag bei Selbstabholung!
Ich habe versucht, die Berliner Wirtschaft ein wenig zu unterstützen - jetzt vor der Wahl kann das ja nicht schaden. Aber die 20 Euro Servicepauschale (”Sie bekommen doch auch eine Rechnung!”) für Selbstabholung und mit-der-BVG-quer-durch-die-Stadt-Geschleppe fand ich dann doch zu überzogen.
Prima, mein Wunschdrucker (Brother HL 2040) gerade flächendeckend reduziert. Mediamarkt verkauft den Drucker im Laden für 169 Euro, online (beim “Unternehmen der Media-Saturn-Gruppe” für ganze 37 Euro weniger. Na gut, mit Versandkosten bleiben immer noch 27 Euro Ersparnis. Aber eben: fünf Tage Lieferzeit.
Also weitergeguckt - was gibt es denn so “vor Ort”. Für gerade mal drei Euro mehr bewirbt die “Jeder Preis verhandelbar“-Kette das gleiche Produkt. Angerufen, nachgefragt - liegt bereit in … Steglitz. Ok, da wollte ich sowieso mal wieder hin. Also einen kleinen Abstecher gemacht. Im Laden lacht mich gleich der letzte Karton an. Zur Kasse getragen (und kurz an die kompakte Größe eines Tintenstrahldruckers gedacht). Dann die Überraschung: Statt 7,99 Euro Versand die ich mir sparen wollte soll ich plötzlich 20 Euro Servicepauschale bezahlen. Der Verkäufer guckt ganz irritiert, dass ich diese Selbstverständlichkeit in Frage stelle. Schließlich bekomme ich doch auch eine Rechnung dafür …
Gut, das Ding steht wohl immer noch im Laden, und ich wäre gespannt zu erfahren, was man bei Innova bekommt, wenn man Online bestellt.
Letzlich hat der bekannte Online-Buchhandel gewonnen, der zwar 7 Euro teurer als Media-Online ist, dafür aber versandkostenfrei (und vor allem: schnell) liefert.
Da macht das Rechnungen schreiben gleich doppelt Spaß.
Ein Kommentar zu “Aufschlag bei Selbstabholung!”
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14. Dezember 2006 17:15
Ja, genau…
Das mit den Servicepauschalen habe ich mir bis heute auch noch nicht so recht verständlich machen können. Das mit der Rechnung, die man ja bekäme, habe ich auch schon mal gehört. Fragt sich bloß, was der Kunde erhält, der sich die Ware schicken lässt…
Man mag mir ja vorwerfen, dass ich die Dinge zu einfach sehe, aber in meinen Augen hat der Händler, so er seinen Versandhandel gleichzeitig vom Ladengeschäft aus betreibt, sogar eher weniger Aufwand, als wenn er die Ware erst noch in die Versandverpackung stecken muss. Darüber, dass jeder Kunde eine ordentliche Rechnung erhält, muss man hier sicher nicht diskutieren…
Besonders ärgerlich empfinde ich diese Masche, wenn die “Servicepauschale” höher ist, als die regulären Versandkosten.
Andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich z.B. Preisportale für Hinweise auf entsprechend agierende Anbieter praktisch überhaupt nicht interessieren. Trotz des Hinweises, dass ein bestimmter Händler seinen Versandhandel vom Ladengeschäft aus betreibt und dass man von Ware spricht, die heute Mittag geliefert wird und heute Nachmittag abgeholt werden soll, kam mir günstiger.de mit der alten Leier der Logistik-/und Lagerkosten. Hauptsache genug User klicken auf deren Seite…
Ich habe für mich den Entschluss gefasst, bei solchen Abzockern nichts mehr zu kaufen und fände es gut, wenn möglichst viele andere es ebenso halten würden…