Projekte
Relaunchwelle, Jobchance und Innovation
Die einen planenbeta-testen, die anderen veredeln (und da und dort) oder fokussieren noch - andere meinen schon fertig zu sein (oder suchen noch den Weg zum Erfolg). Falk sieht schon “Für Spezialisten aus den betroffenen Bereichen eine fast ideale Marktsituation.“
Recht hat er, wenn man sich mal die “Suchen -Programmierer” und ähnlich lautenden Anfragen ansieht, die bis hin in die Skype-Moods reichen. Ich selbst habe mich ja derzeit auch bei der WELT verdingt, als “Freier Konzepter” (Arbeitstitel) für zwei neue Plattformen.
“Warum?” war so die größte Frage, gefolgt von dem Hinweis, dass man sich ja für ein paar Monate / Jahre verdingen könne, Kontakte abgreifen und dann wieder zurück in die Selbstständigkeit.
Aber mein Bauch hat mir was anderes gesagt - und der ist manchmal nicht soooo schlecht. Klar, ist ein tolles Angebot, und ich habe auch lange mit mir gehadert (DANKE an alle, die mich um den Monatswechsel ertragen haben). Das Team (und hier) ist gut, die Ideen zahlreich wie spannend und über Geld kann man sich ja oft auch einigen (so weit sind die Gespräche nicht gegangen).
Aber nun bin ich ja erst im Mai als Freiberufler angetreten, und das nach sechs Monaten zu knicken wäre dann doch etwas schnell gewesen. Spannende Projekte gab es bisher und sicher kommt da noch mehr. Außerdem geht es ab Januar zusammen mit den Jungs von eitelsonnenschein weiter, da sind viele Ideen in der Warteschleife, die vor allem meine sind. Und was mich ja an dem ganzen gerelaunche etwas irritiert hat (DAS Zeichen, dass hier keine Web 2.0-Hype-Welle geritten wird) ist ein sehr starrer Blick auf PIs, und dann erst auf den Nutzen eines Angebotes. Klar, Zeitung ist Content und das warskann es gewesen sein. Was mir ein bißchen fehlt (beschwichtigende Kommentare nehme ich gerne an) ist die Reihenfolge “Kreation vor Rechnen”. Im nächsten Jahr hat dann jede Zeitung Video, Audio, Bildergalerien, validierendes CSS und das alles mobil bis crossmedial. Trotzdem läuft da eine Herde, die sich anschickt, spiegel.de vom Thron zu stoßen.
Doch wenn das mal geschafft ist? Die Ideen, die bei Problogger so präsentiert werden finden sich alsbald auch bei “den” Online-Magazinen, dann auch hippe Funktionen (die oder die oder die) wie sie Google erfolgreich macht. Andere Organisationen werden da mitziehen, ähnlich “disruptiv” sein wollen wie es die Blog-Szene hätte sein sollen. Und am Ende stehen wir da, wo wir angefangen haben, weil alle das gleiche und niemand was richtig innovatives (also: außerhalb des eigenen Hauses innovativ) macht.
Ist jetzt nicht alles mein Beweggrund gegen die Festanstellung, aber ein Teil davon. Ich persönlich bin dann doch etwas idealistisch angehaucht und will mich auf was Neues stürzen bzw. das Neue tatsächlich mit entwickeln. Und dazu hilft es, sich frei bewegen zu können und auch mal bei “den anderen” reinschnuppern zu können um nicht nur zu hören, was so geht, sondern es mitzugestalten.
Schönes Ziel, oder?
Tags dieses Eintrags:
Online | Relaunch | Verlage | Welt | Sueddeutsche | Focus | Spiegel | Zeit | Springer | Job | Festanstellung | Innovation | Idee
3 Kommentare zu “Relaunchwelle, Jobchance und Innovation”
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17. Dezember 2006 00:27
Als ich oben las, daß Du
sein möchtest, mußte ich lächeln.
Mit wem habe ich vergeblich versucht, Politik
zu diskutieren, weil mein Gegenüber bekannte, keine Ideale zu haben? Wer war es, der kürzlich meinte, Werbung für extremistische Parteien könnte eine Herausforderung sein - nicht inhaltlich, sondern förmlich, versteht sich. Das Du so etwas dann doch nicht machen würdest, freut mich. Zu Deinem Ziel: es ist ein schönes, verliere es nicht aus den Augen.
20. Dezember 2006 20:16
[…] Dieser freie Mensch und dieser Ex-Blogger waren auch da. Und dieser Herr natürlich auch. Und noch ein Vertreter der Agentur Topjagd. Und noch Christoph Jenke, der zwar kein Blog betreibt, dafür aber die Blogrolle kennt (… und mich gefragt hat, wann es denn wieder los geht … Herr Jenke: Jetzt). […]
02. Mai 2007 14:03
Ich glaub als Freiberufler bist Du auch besser dran. Ich hab es nicht bereut, und ich hoffe, das bleibt auch so.